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Ich find mich eigentlich gut.

Vor einigen Tage trat eine junge Dame an mich heran und fragte mich auf liebreizenste Art, ob ich Lust hätte, an einem dieser Body Challenge Projekte teilzunehmen.

Hab ich das?
Nein. Verdammt noch mal, ich lerne gerade erst, mich so wie ich nun mal bin gern zu haben.

Ich bin nicht perfekt und sicherlich wird mich niemals jemand in Unterwäsche mit Engelsflügeln über einen Laufsteg laufen sehen, aber heißt das, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt?

Ich möchte mich mögen dürfen. Mit allem, was an mir dran ist. Ohne Angst davor zu haben, selbstverliebt zu wirken. Ohne den Ruf der Faulheit hinter mir zu hören. 

Wer nicht den stählernen Körper hat, der hat eben nicht die Disziplin?

Nein! Ich kann mich mit Sicherheit optisch verändern. Aber fühle ich mich dann besser? Mag ich mich dadurch automatisch mehr?
Ich denke nicht.

Für mich persönlich ist eine Änderung der Einstellung zu mir selbst im Vordergrund.

Aus den Erfahrungen meiner bisher sehr gestörten Beziehung zu meinem Körper heraus habe ich gelernt, dass die Neugestaltung der Verpackung mich nicht glücklich macht, wenn der Inhalt nicht stimmt.

Zu gern würde ich erleben, dass jemand eine 90-Tage-Lieb-Dich-Selbst-Challenge anbietet.
Warum lassen wir zu, dass die Optik uns so sehr beherrscht und vereinnahmt. Ist das Wohlbefinden nur noch an die 90-60-90 Regel gebunden?

Ich versuche mich selbst nur noch über meine Klugheit, meinen Umgang mit meinen Mitmenschen oder über meine verschiedenen Talente zu definieren, nicht mehr darüber, ob mich meine Beine im Spiegel heute an kleine Baumstämme erinnern oder was auch immer.

Hoffentlich kann ich in Zukunft meinen Körper verändern, weil ich es möchte, nicht weil ich hoffe, dass ich mich danach endlich mag.

xoxo

30.1.17 19:55, kommentieren

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Melancholie des Sommerendes

Heute war ein wunderbarer Spätsommertag.
Es war warm, die Sonne strahlte, die Bäume leuchteten schon in den buntesten Farben. Einfach ein Tag zum genießen und sich des Lebens zu erfreuen.

Doch als ich im auf dem Heimweg im Radio eine Moderatorin von der 'Melancholie' sprechen hörte, die einen jetzt überfalle, da der wunderbare Sommer zu Ende sei, wurde ich nachdenklich.

Ja, der Sommer ist zu Ende. Kein Eis bei 30 °C im Schatten mehr, keine Freibäder, keine Miniröcke, keine Flip-Flops. 

Aber ist das wirklich so furchtbar, um von Melancholie zu sprechen, die uns überfällt? Ich persönlich liebe den Sommer sehr. Aber was genau bringt es mir, mich jetzt darüber zu beschweren, dass es noch fast 9 Monate dauert, bis es wieder warm wird?

Hab ich nicht viel mehr davon, wenn ich mich auf die schönen Sachen konzentriere, die mich nun erwarten werden?
Lange Spaziergänge durch sonnendurchflutete kunterbunte Wälder, umgeben von fliegenden Blättern. Heißen Tee oder Kakao auf dem Sofa, eingekuschelt in eine gemütliche Decke, dazu ein gutes Buch, zu dem man schon so lange nicht kam. Kürbise schnitzen, flauschige Socken, die hübsche Mütze endlich wieder tragen.

Für mich ist jedes dieser Dinge ein guter Grund um mich auf den Herbst zu freuen. Ich glaube, es ist viel bekömmlicher, sich genau die Farbtupfen zu suchen, die man genießen kann, als sich nur zu beschweren.

Denn dann wäre das eine verdammt lange Zeit, in der man irgendwie Grumpy drauf ist, wenn man sich dauernd nur sagt, noch X Tage bist Sommer. 

 Ich lebe lieber im Hier und Jetzt und genieße jeden Atemzug, den ich auf dieser Erde tun kann, als am Ende auf ein Leben zurück zu blicken, in dem ich die meiste Zeit irgend etwas nachgetrauert habe, sei es nun einer Jahreszeit, einem Gegenstand oder in manchen Fällen auch Menschen, die mir nicht gut taten.

Wir haben ja nur den einen Versuch mit Leben. ♥
In diesem Sinne.

Genießt den Herbst ♥

1 Kommentar 26.9.16 01:25, kommentieren