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Ich find mich eigentlich gut.

Vor einigen Tage trat eine junge Dame an mich heran und fragte mich auf liebreizenste Art, ob ich Lust hätte, an einem dieser Body Challenge Projekte teilzunehmen.

Hab ich das?
Nein. Verdammt noch mal, ich lerne gerade erst, mich so wie ich nun mal bin gern zu haben.

Ich bin nicht perfekt und sicherlich wird mich niemals jemand in Unterwäsche mit Engelsflügeln über einen Laufsteg laufen sehen, aber heißt das, dass mit meinem Körper etwas nicht stimmt?

Ich möchte mich mögen dürfen. Mit allem, was an mir dran ist. Ohne Angst davor zu haben, selbstverliebt zu wirken. Ohne den Ruf der Faulheit hinter mir zu hören. 

Wer nicht den stählernen Körper hat, der hat eben nicht die Disziplin?

Nein! Ich kann mich mit Sicherheit optisch verändern. Aber fühle ich mich dann besser? Mag ich mich dadurch automatisch mehr?
Ich denke nicht.

Für mich persönlich ist eine Änderung der Einstellung zu mir selbst im Vordergrund.

Aus den Erfahrungen meiner bisher sehr gestörten Beziehung zu meinem Körper heraus habe ich gelernt, dass die Neugestaltung der Verpackung mich nicht glücklich macht, wenn der Inhalt nicht stimmt.

Zu gern würde ich erleben, dass jemand eine 90-Tage-Lieb-Dich-Selbst-Challenge anbietet.
Warum lassen wir zu, dass die Optik uns so sehr beherrscht und vereinnahmt. Ist das Wohlbefinden nur noch an die 90-60-90 Regel gebunden?

Ich versuche mich selbst nur noch über meine Klugheit, meinen Umgang mit meinen Mitmenschen oder über meine verschiedenen Talente zu definieren, nicht mehr darüber, ob mich meine Beine im Spiegel heute an kleine Baumstämme erinnern oder was auch immer.

Hoffentlich kann ich in Zukunft meinen Körper verändern, weil ich es möchte, nicht weil ich hoffe, dass ich mich danach endlich mag.

xoxo

30.1.17 19:55

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